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© 2008 Verlag Freies Geistesleben
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 |  | Schule im sozialen Brennpunkt |
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Michael Brater
Christiane Hemmer-Schanze
Albert Schmelzer
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Eine interkulturelle Waldorfschule im sozialen Brennpunkt
286 Seiten, mit zahlr. Farbfotos, gebunden
WG 1574
EUR(D) 18.50/ EUR (A) 19.10 / CHF 32.70
ISBN-10: 3-7725-2170
ISBN-13: 978-3-7725-2170-6
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Ein lebendiger, anschaulicher Bericht der ersten Interkulturellen Waldorfschule. Die Autoren zeigen, wie die neue gesellschaftliche Anforderung der sozialen und kulturellen Integration in der Schule mit einem überzeugenden pädagogischen Konzept bewältigt werden kann.
Wachsende Aggressivität und Kriminalität – negative Schlagzeilen machen immer wieder auf die Probleme von Schulen in sozialen Brennpunkten mit einem hohen Anteil von Migrantenkindern aufmerksam: Eine wirkliche Integration hat nicht stattgefunden. Stattdessen haben sich vielfach Ghettos mit eigener Sprache, eigenem Wertekodex und hoher Gewaltbereitschaft gebildet. Gibt es pädagogische
Alternativen zu dieser Situation?
Am 11.9.2003 hat eine erste interkulturelle, sozial-integrative Waldorfschule in Neckarstadt- West, einem sozialen Brennpunkt Mannheims, ihre Arbeit aufgenommen. Die Hälfte der Kinder kommt aus deutschen Familien, die andere Hälfte sind Migrantenkinder aus elf Nationen.
Wie sieht Waldorfpädagogik in einem solchen Kontext aus?
Wie wird an der sozialen, wie an der kulturellen Integration gearbeitet?
Wie haben sich innovative Konzepte – begegnungssprachlicher Unterricht oder durchgehende Projektarbeit – bewährt?
Die Autoren, die die Schule auch wissenschaftlich begleitet und evaluiert haben, entwerfen ein lebendiges Bild der pädagogischen Arbeit und schildern anschaulich, wie die Interkulturelle Waldorfschule Mannheim-Neckarstadt
• als Gesamt- und Ganztagsschule
• als stadtteilorientierte Schule
• als Schule mit internationalem Kollegium
• als Schule mit handlungs- und erfahrungsorientierten Konzepten
in der sprachlichen wie der sozialen Integration erfolgreich tätig ist und damit einen wegweisenden Beitrag zu einer zentralen pädagogischen und gesellschaftlichen Frage der Gegenwart leistet.
1. Das Problem: bildungsmäßige Benachteiligung von Migrantenkindern
2. Die Vorgeschichte: Waldorfschule und Hort im sozialen Brennpunkt
3. Ort und Erscheinungsbild der Schule: «Mittendrin»
4. Die Kinder: kulturelle und soziale Vielfalt
5. Das Kollegium: Internationalität und interkulturelle Kompetenz
6. Die Strukturen: Gesamtschule und Klassenlehrer, Verzicht auf Selektion und Ganztagsschule
7. Das «Was» und «Wie» des Lernens: Universalität der Menschenkunde und Interkulturalität, phänomenologisches Vorgehen, künstlerisches Üben und Handlungsorientierung, Spannungen und Konflikte
8. Die Sprachpflege: deutsches Sprachmilieu und Begegnungssprache
9. Der Projektunterricht: Sinnesschulung und Erfahrungslernen
10. Der Schulorganismus: Eltern und Lehrer
11. Das interkulturelle Element: aktives Interesse und Toleranz
12. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung: Schritte zur sprachlichen und sozialen Integration.
Über das Autorenteam
Dr. Michael Brater, geb. 1944 in Siebeldingen /Pfalz
1965 bis 1970 Studium der Soziologie, Philosophie und Psychologie in München und Berlin.
1971 bis 1980 Forschungs- und Lehrätigkeit als Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Soziologie der Universität München
Erarbeitung der „subjektbezogenen Theorie der Berufe“ (zus. mit U. Beck und K. M.Bolte)
1980 Gründung der Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung – GAB München, zusammen mit E. Fucke und H.U. Wehle.
1984 bis 1985 Lehrbeauftragter an der Universität Paderborn.
Entwicklung des GAB-Verfahrens zur Qualitätssicherung und –entwicklung in sozialen und pädagogischen Einrichtungen.
1998 Mitgründung der Zertifizierungsstelle SocialCert GmbH.
Umfassende Forschungs-, Beratungs- und Weiterbildungstätigkeit.
Mitautor mehrerer Bücher im Verlag Freies Geistesleben.
Christiane Hemmer-Schanze, geb. 1955 in München
Studium der Soziologie, Sonderpädagogik und Sozialpsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Abschluss als Diplom-Soziologin.
In den frühen 80er Jahren mehrere Forschungsprojekte im Auftrag der Landeshauptstadt München (als Mitarbeiterin des Sozialforschungsinstituts München e.V.) zu Themen wie „Zweiter Arbeitsmarkt“, „Lebenslage Alleinerziehender“ und „Fremdenfeindlichkeit“.
Seit dem Jahr 2000 außerdem noch als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und –didaktik an der Universität München tätig und zwar im Rahmen der Projekte „GanzOhrSein“, „Erzählen und Zuhören an Schulen“ und „Gesundheitsfaktor Zuhören“.
Mitarbeiterin der Gesellschaft für Ausbildungsforschung in München.seit 1986.
Albert Schmelzer, geb. 1950,
unterrichtete an der Freien Waldorfschule Mannheim Geschichte, Deutsch und Kunstgeschichte.
Zurzeit ist er als Dozent an der Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik in Mannheim tätig.
29.10.07
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