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© 2009 Verlag Urachhaus
Die lange erwartete, große Biographie Rudolf Steiners




    Christoph Lindenberg
    Rudolf Steiner - eine Biographie

    1997, 2 Bände im Schuber , zusammen 1025 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ltinerarkarten, Faksimiles,
    Leinen mit Schutzumschlag

    EUR(D) 86.00/ EUR (A) 88.60 / CHF 141.00

    ISBN-10: 3-7725-1551-7
    ISBN-13: 978-3-7725-1551-4
«Gäbe es nicht Erkenntnis, die Welt bliebe unvollendet.» (Mein Lebensgang, Kap. XXII)
    Das bei Anthroposophen und ihrem Umkreis ebenso wie bei seinen Kritikern ungebrochene Interesse an Leben und Werk Rudolf Steiners forderte seit langem eine fundierte Biographie des Begründers der Anthroposophie. Neun Jahre nach Erscheinen seiner inzwischen unentbehrlich gewordenen Steiner-Chronik, die das faktische Leben weitgehend zugänglich macht, legt Christoph Lindenberg nun diese Biographie vor, die zugleich das Werk Rudolf Steiners erschließt.

    Für eine oberflächliche Betrachtung erscheint das Werk Rudolf Steiners, das so verschiedene Gebiete wie die Goethe-Forschung, Philosophie, Okkultismus, Pädagogik, Medizin, Soziologie, Landwirtschaft, Architektur, Malerei, Bewegungskunst und Dichtung umfaßt, nur schwer überschaubar und in herkömmliche Kategorien kaum einzuordnen. In dieser Biographie, die die so divergierenden Unternehmungen Steiners verfolgt oder doch zumin- dest umreißt, wird deutlich, daß es Steiner darum ging, einen neuen Erkenntnisansatz, einen Impuls zu tieferem Erkennen auf den unterschiedlichsten Lebensgebieten zur Geltung zu bringen.

    Dabei legt Lindenberg den Nachdruck darauf, daß Steiner die Erkenntnisse, die er schließlich vorbringt, keines- wegs in den Schoß gefallen oder ihm durch bloße «Schau» zuteil geworden sind. Es geht in diesem Buch darum, zu zeigen, wie die neuen Einsichten erarbeitet, errungen, durchlebt wurden, wie sie im Leben Steiners veranlagt, verfolgt und entwickelt wurden.
    Rudolf Steiner, der sich selbst vorgenommen hatte, Menschen auf einen Entwicklungsweg zu bringen, für den Entwicklung überhaupt und in jeder Hinsicht eines der großen Themen seines Lebens war, wird hier in seiner eigenen Entwicklung beschrieben.

    Eine derartige Biographie wurde erst in unserem Jahrzehnt möglich, nachdem eine große Anzahl wichtiger Dokumente zum Leben und bisher unbekannte Teile des Werkes Steiners veröffentlicht oder zugänglich sind. Darin unterscheidet sich die Arbeit Lindenbergs von biographischen Zeugnissen und den früheren Biographien, die entweder unter dem Eindruck der unmittelbaren Begegnung mit Steiner – gleichsam aus nächster Nähe – ge- schrieben wurden oder einen besonderen Aspekt des Lebens Steiners thematisieren.
    Die Biographie verfolgt nicht nur den äußeren Werdegang Steiners, sondern vor allem auch die innere Biographie, die zur Initiation und frühen spirituellen Erlebnissen führt. Die Spuren dieser spirituellen Einsichten und Erkenntnisschritte sind an vielen Stellen in seinem Werk zu finden.
    Selbstverständlich werden auch die Krisen und Kämpfe nicht ausgespart. So wirft diese Biographie ein überra- schend neues Licht auf die frühe Berliner Zeit Steiners, die er als seine Prüfungszeit bezeichnet.
    Die Konflikte mit den Führern der Theosophischen Gesellschaft und die schließliche Trennung von dieser Gesell- schaft werden aufgrund von Recherchen, die auch die Gegenseite einbezieht, dargestellt. Schließlich werden auch das Scheitern der mit Steiners Hilfe gegründeten Aktiengesellschaften und die Krise der Anthroposophischen Gesellschaft in den frühen zwanziger Jahren, soweit es zu dieser Biographie gehört, ausführlich geschildert.

    Das zentrale Thema Lindenbergs aber ist es, in allem jene grundlegenden Intentionen sichtbar und verständlich zu machen und die Wege und scheinbaren Umwege zu zeigen, die es Rudolf Steiner erst nach einem Kampf mit zahllosen Widerständen und Mißverständnissen und jahrzehntelangen Vorarbeiten gestatten, durch die Neugrün- dung der Anthroposophischen Gesellschaft Weihnachten 1923 – fünfzehn Monate vor seinem Tod – mit der Verwirklichung seiner ursprünglichen Absichten zu beginnen. Belebt wird das Buch durch den wiederholten Blick auf die Menschenkreise, in und mit denen Rudolf Steiner lebte und arbeitete: das Milieu der frühen Jahre in Wien wird ebenso wie der Umkreis Steiners im Berlin der letzten Jahrhundertwende charakterisiert. Sehr differenziert werden die anthroposophischen Mitarbeiter Steiners gekennzeichnet, hier versucht Lindenberg vor allem jene Menschen kurz zu beschreiben, die Steiner besonders schätzte und förderte. Durch ein umfangreiches, zum Teil bisher un- veröffentlichtes, zum Teil wenig bekanntes Bildmaterial wird auch dieser Aspekt des Lebens Steiners anschaulich. Eine Neuheit in dieser Biographie sind die Itinerar-Karten, die für einige Jahre die Reisewege Steiners graphisch darstellen.


    Über den Autor

    Christoph Lindenberg, 1930-1999 studierte Geschichte und englische Philologie sowie Philosophie und Pädagogik in Göttingen und Freiburg. Nach dem Examen und Besuch des Waldorflehrerseminars war er von 1955-1980 Lehrer an Waldorfschulen. Ab 1980 war er als freier Schriftsteller und als Dozent am Seminar für Waldorfpädagogik in Stuttgart tätig.

    Im Verlag Freies Geistesleben sind erschienen:
    «Geschichte lehren»
    «Individualismus und offenbare Religion»
    «Motive der Weihnachtstagung und Lebensgang Rudolf Steiners»
    «Rudolf Steiner – eine Biographie»
    «Die Technik des Bösen»
    «Vom geistigen Ursprung der Gegenwart»


    14.08.06V


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