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© 2009 Verlag Urachhaus
Walther Roggenkamp – ein Meister anthroposophisch-künstlerischer Gestaltung




    Katrin Hofmann
    Die Zeit schließt sich zum Kreis
    Walther Roggenkamp - Leben und Werk
    256 Seiten, 120 schw.-w. und 120 farbige Abbildungen, gebunden mit Schutzumschlag.

    NUR NOCH DIREKT ÜBER DEN VERLAG ZU BEZIEHEN:
    Vertrieb: Tel. :0711 - 2 85 32 -32, Fax: 0711 - 2 85 32 - 11

    EUR(D) 51.00/ EUR (A) 52.60 / CHF 87.00

    ISBN-10: 3-7725-1591-6
    ISBN-13: 978-3-7725-1591-0
    Walther Roggenkamp (1926-1995) hat durch sein vielfältiges Schaffen die anthroposophische Kunst in der Welt bekannt gemacht.

    Am deutlichsten tritt das in der künstlerischen Gestaltung, die er den Produkten der Heilmittelfirma Weleda verliehen hat, hervor. Ihm war es wie Rudolf Steiner selbst ein Anliegen, unsere moderne Werkwelt mit künstlerischen Impulsen zu durchdringen. Wie kaum ein anderer beherrschte er hier die Mittel der Farbe und der Schriftgestaltung. Diese Gestaltungen waren in langjährigen vorbereitenden Studien an der Natur erarbeitet. Intensiv hat er sich mit der Mineral- und Pflanzenwelt auseinandergesetzt, die den Heilmitteln der anthroposophischen Medizin zugrunde liegen.
    Ebenso bekannt dürfte das graphische Werk Walther Roggenkamps sein, das nicht nur viele Bucheinbände anthroposophischer Verlage umfaßt, sondern vor allem auch einige Satzschriften, die er für die professionelle Verwendung entworfen hat. Diese äußere und weithin bekannte Seite seines Tuns läßt aber häufig die viel größere Dimension seines Schaffens in den Hintergrund treten. Nicht nur hat Walther Roggenkamp die Arbeit der Goetheanumbühne durch seine Bühnenbildentwürfe stark mit geprägt, er hat auch zahlreiche Aufführungen, wie zum Beispiel die der «Zauberflöte» oder zuletzt die des Märchens von Novalis’ «Eros und Fabel» ausgestattet. Seine intensiven farbenflutenden Gestaltungen waren immer auch Voraussetzungen für die Wirkung eines Gesamtkunstwerkes, wie es zum Beispiel Goethes Faust oder auch die Mysteriendramen Rudolf Steiners darstellen.

    Was aber am Werk Walther Roggenkamps am meisten beeindruckt, ist die Vielfältigkeit der Techniken und Werkstoffe, mit denen er stets umging. Durch die Bekanntschaft mit dem Glasschleifer Willem Westbroek kam es zu großformatigen Bildfenstern, die er zum Beispiel für das Rudolf Steiner Haus in Stuttgart oder für das Johanneshaus in Öschelbronn entworfen und selbst ausgeführt hat. Durch das Zusammentreffen mit der Handweberin Hildegard Osten entstanden große Bildteppiche, wie z.B. das Tobias-Tryptichon.

    Vorbereitend für solche groß angelegten Werk-Zyklen war die intensive Beschäftigung auch mit mythologischen Stoffen wie zum Beispiel dem Traumlied von Olaf Åsteson, der nordischen Edda* und vor allem Goethes Faust.

    Diese weite und groß angelegte Dimension seines Werkes wird in dem vorliegenden Bildband zum ersten Mal umfassend erschlossen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Aktualität seines Werkes liegt in der Durchdringung von Mythisch-Spirituellem mit der Gestaltung unserer Gegenstandswelt.




    28.01.08

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